Presseausendung vom 28. Aug. 2025

Leoben ist Vorzeigestadt in Kinderbetreuung

 

Betreff: Gemeinderatssitzung am 28. August

In Leoben ist die Kinderbetreuung flächendeckend. In sechs städtischen Einrichtungen an den Standorten Moserhofstraße, Judendorf – Seegraben, Lerchenfeld, Mühltal, Donawitz und Göss werden im Betreuungsjahr 2025/26 insgesamt 462 Kindergarten- und 112 Kinderkrippenplätze angeboten. Das sind Betreuungsplätze für 574 Kinder.
Dazu kommen noch die Einrichtungen von privaten Unternehmen und konfessionellen Betreibern mit zusätzlich rund 160 Kindergarten- und 34 Kinderkrippenplätzen. Das sind Betreuungsplätze für 194 Kinder.

Insgesamt stehen in der Stadt Leoben im Betreuungsjahr 2025/26 also 622 Kindergarten- und 146 Kinderkrippenplätze für insgesamt 768 Kinder zur Verfügung.
Dabei wurde die aktuell gesetzlich vorgegebene Gruppengröße von 22 Kindern anstatt der ursprünglichen 25 Kinder je Kindergartengruppe berücksichtigt. Die Anzahl der Kinder in einer Kinderkrippengruppe beträgt maximal 14.
Im Hinblick auf die gesetzlich ab dem Betreuungsjahr 2027/28 geltenden Betreuungshöchstzahlen von 20 Kindern pro Kindergartengruppe hat die Stadtgemeinde frühzeitig entsprechend vorgesorgt, sodass auch ab 2027/28 der Bevölkerung ausreichend, das heißt 568 Kindergartenplätze zur Verfügung stehen werden.

Die Stadtgemeinde Leoben hat ihre Kinderbetreuungseinrichtungen an allen Standorten täglich insgesamt 209 Stunden geöffnet, das sind 40.755 Stunden pro Jahr. 105 Pädagoginnen, Betreuerinnen und Helferinnen leisten täglich insgesamt 622 Stunden an Kinderbetreuung.
Die jährlichen Kosten betragen rund 6 Millionen Euro.
Die Stadt Leoben errichtete in den Jahren 2023 und 2025 den “Doppelkindergarten” Mühltal mit einem finanziellen Aufwand von rund 7 Millionen Euro modernste Bedingungen für die Kinderbildung und -betreuung. Das neue Haus in Mühltal bietet seit dieser Zeit zusätzlich 88 Kindergarten- und 28 Kinderkrippenplätze.
Zur Zeit sind ca. 60 Kindergartenplätze in städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen frei. Für die Kinderkrippen gibt es aktuell eine sehr kurze Warteliste. Die Stadt Leoben ist zuversichtlich, auch für diese einzelnen Fälle rasch einen Platz anbieten zu können.

Die Arbeiterkammer Steiermark hat Leoben im Jahr 2025 als eine der führenden Gemeinden in der Steiermark für Kinderbetreuung ausgezeichnet und der Stadt die Bestnote „1A“ im Kinderbetreuungsatlas verliehen. Dies bedeutet, dass Leoben qualitative und umfassende Betreuungsangebote für Kinder bietet und überdurchschnittlich gut in allen Bereichen des Kinderbetreuungsatlas abschneidet. 

Was bedeutet die Bestnote „1A“ für Leoben?
Leoben zählt zu den Gemeinden mit der besten Kinderbetreuung in der Steiermark. 
Die Stadt erfüllt die Kriterien des Kinderbetreuungsatlas in allen Bereichen überdurchschnittlich gut. 
Diese Bewertung zeigt, dass Leoben eine qualitativ hochwertige und umfassende Kinderbetreuung anbietet. 

Ebenso abgelehnt wurde der Vorschlag, aus dem alten Gebäude der Volksschule Göss ein Kinderbetreuungszentrum zu machen, da es dafür ein bereits bekanntes negatives Baugutachten gibt und der Bedarf in diesem Ausmaß nicht gegeben ist.
Mittel- bis langfristig ist, nach sorgfältiger Beobachtung der Geburtenstatistik und des jeweils angemeldeten Bedarfs, der Bau einer weiteren Kinderkrippe, aus heutiger Sicht am Standort Judendorf – Seegraben anzustreben. Voraussetzung dafür ist hier aber eine Entspannung im Bereich der öffentlichen Finanzhaushalte, um die benötigten Investitionskosten bereitstellen zu können.
Das Gebäude der Volksschule Göss wird voraussichtlich noch als Übergangsquartier für die Kinder der Volksschule Seegraben verwendet werden. Allerdings ist die Umsetzung des Umbaus der VS Seegraben von der budgetären Situation abhängig und derzeit noch offen.
Mit dem Land Steiermark und den jeweiligen Verwaltungseinheiten gibt es seit jeher beste Zusammenarbeit. Das betrifft gerade auch den Bereich der Kinderbetreuung. Externe Planungsunterstützung durch das Land für Bauvorhaben ist aufgrund der hohen Fachkompentenz und Expertise der Mitarbeiter:innen der Stadtgemeinde nicht notwendig.


Die Allianz für Leoben steht voll und ganz hinter dem Ausbau der Kinderbetreuung in Leoben“, bekräftigen Bürgermeister Kurt Wallner, Stadtrat Walter Reiter und Susanne Sinz von den Grünen unisono. „Natürlich sind wir bei diesem wichtigen Thema auch offen für konstruktive Zusammenarbeit mit der Opposition. Die hier vorgelegten Anträge zeugen aber von völliger Unkenntnis der Zahlen und Gegebenheiten und werden daher von uns abgelehnt.

Schulstart:
Leoben gewährt freiwillig für Schulanfänger ein Startgeld von € 80,- und ist damit eine von nur zwei Gemeinden im Bezirk Leoben, die diese freiwillige Unterstützung überhaupt gewährt. Insgesamt fallen damit im Jahr Kosten von mehr als € 15.000,00 an. Das ist aufgrund der generellen prekären Situation der öffentlichen Haushalte schon eine budgetäre Herausforderung für die Stadtgemeinde.

Anzumerken ist, dass die Republik Österreich für jedes Schulkind im Alter von 6 bis 15 Jahren mit der Familienbeihilfe € 121,40 im August überweist. Das Sozialministerium gewährt weitere €150,- für jedes Schuldkind bei Mindestsicherung oder Sozialhilfe. In der Steiermark erfolgt die Abwicklung über die Caritas. Die Volkshilfe gewährt für armutsgefährdete Familien weitere € 30,- in Kooperation mit der Energie Steiermark.
Die Arbeiterkammer Steiermark hat errechnet, dass ein Basispaket an Schulsachen aufgrund der sehr unterschiedlichen Preisgestaltung einzelner Anbieter bis zu € 220,- kosten kann.
Die Leistbarkeit des Schulstarts für alle Familien sollte durch diese gewährten Unterstützungen also abgedeckt sein.
Die Stadt Leoben freut sich, allen Kindern, die mit der Schule beginnen, trotz der schwierigen finanziellen Lage auch weiterhin ein zusätzliches Startgeld anbieten zu können. Der Wunsch auf Erhöhung musste aber abgelehnt werden.


Die weiteren Oppositionsanträge, die die politische Vertretung in den Gemeinderatsausschüssen bzw. den Tätigkeitsbereich des Bürgermeisters betreffen, wurden ebenso abgelehnt, da mit diesen Anträgen nur parteitaktische Überlegungen der Opposition verfolgt werden, die den realen Gegebenheiten nicht Stand halten.

Während ÖVP und FPÖ auf Bundes- und Landesebene die Förderungen für Gemeinden massiv kürzen, stehen wir hier in Leoben geschlossen zusammen. Die Leobener Bevölkerung profitiert von einer stabilen Allianz – bestehend aus SPÖ, Bürgerliste und Grünen, die Verantwortung übernimmt und Verlässlichkeit garantiert.

Gerade in einer Zeit, in der Gemeinden immer mehr unter Druck geraten, ist es wichtig, auf Zusammenarbeit zu setzen. Wir sagen klar: Einsparungen dürfen nicht zulasten von Familien, Kindern und älteren Menschen erfolgen.

Leoben bleibt eine Stadt, in der soziale Verantwortung, Stabilität und positive Entwicklung Vorrang haben. Mit Mut und Zusammenhalt werden wir auch in schwierigen Zeiten eine gute Zukunft für unsere Stadt sichern!