17.09.2026

Bei einer Pressekonferenz in Leoben präsentieren SPÖ-Bildungssprecher Heinrich Himmer und der Wahlkreisabgeordnete Wolfgang Moitzi gemeinsam mit Bürgermeister Kurt Wallner und dem Landesgeschäftsführer der SPÖ Steiermark Florian Seifer die Schwerpunkte, die die SPÖ in der Bildungspolitik setzt.

Mit dem Chancenbonus für Schulen mit besonders herausfordernden Rahmenbedingungen profitieren österreichweit ab diesem Schuljahr 400 Standorte.

Im Mittelpunkt steht der Chancenbonus für Schulen mit besonders herausfordernden Rahmenbedingungen – eine langjährige Forderung der SPÖ. Österreichweit profitieren ab diesem Schuljahr 400 Standorte.

„Jedes Kind soll die gleichen Chancen auf gute Bildung haben – unabhängig davon, wo und wie es in Österreich lebt. Mit dem Chancenbonus unterstützen wir gezielt jene Schulen, die mit besonderen Herausforderungen konfrontiert sind. Das sind zusätzliche Möglichkeiten für individuelle Förderung, soziale und psychologische Unterstützung oder Elternarbeit. So stärken wir unsere Schulen genau dort, wo Unterstützung besonders gebraucht wird“, so Heinrich Himmer.

In Leoben profitieren die MS Pestalozzi und die VS Pestalozzi vom Chancenbonus der Bundesregierung. Das zusätzliche Geld kann schulautonom für Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, psychologische und therapeutische Angebote verwendet werden. Insgesamt investiert die Bundesregierung jährlich 65 Millionen Euro in den Chancenbonus. Das zeige klar: Die Regierung spart, um das Budget zu sanieren. Bei der Bildung aber investieren wir so viel wie noch nie, damit unsere Kinder eine gute Zukunft haben!

„Mit dem Chancenbonus des Bundes startet im Schuljahr 2026/27 ein neues Modell. Leoben profitiert an zwei Standorten von diesem neuen Programm. Zusätzliches Personal wird in folgenden Bereichen wie Legasthenie-Training, Bewegungscoaching oder Musik- und Tanztraining eingesetzt, damit allen Kindern alle Chancen gegeben werden. Gerade wenn Kinder und Jugendliche Unterstützung brauchen, dürfen wir sie nicht allein lassen. Aber nicht nur beim Personal wird investiert, auch als Schulerhalter nimmt Leoben große Anstrengungen wahr, um eine moderne Bildungslandschaft zu ermöglichen: mit dem Bildungszentrum Fröbelgasse wurde in der Stadt bereits das dritte Bildungszentrum eröffnet. Vor Ort wurden die Volksschulstandorte Leitendorf und Göß zusammengeführt, insgesamt bietet das neue Bildungszentrum damit Platz für bis zu 400 Schülerinnen und Schüler in 16 Klassen. Insgesamt wurden von der Stadt dafür 20,3 Millionen Euro investiert“, so Bürgermeister Kurt Wallner.

Besonders Wert legt die SPÖ auf eine wirksame Deutschförderung, das zweite verpflichtende Kindergartenjahr sowie Investitionen in Sanierungen, Adaptierungen und Hitzeschutz. Neu geregelt hat die Bundesregierung auch, dass suspendierte Schülerinnen und Schüler gezielt begleitet und auf ihre Rückkehr in die Schule vorbereitet werden. Das seit Schulbeginn gültige Kopftuchverbot bis zum vollendeten 14. Lebensjahr soll Kinder unterstützen, selbstbestimmt lernen zu können.

„Während die FPÖ/ÖVP-Landesregierung bei der Elementarpädagogik den Sparstift ansetzt und die Verkleinerung der Gruppengrößen auf Eis gelegt hat, geht die Bundesregierung bewusst einen anderen Schritt. Für 2027 und 2028 sind insgesamt 340 Millionen Euro an zusätzlichen Offensivmitteln vorgesehen. Ein Teil davon soll in den Ausbau des zweiten Pflicht-Kindergartenjahres fließen, damit jede/r zu Schuleintritt gute Deutschkenntnisse hat. Auch die Einführung des Kopftuchverbots für SchülerInnen bis 14 ist für die SPÖ wichtig. Historisch ist es die SPÖ gewesen, die fundamentale Frauenrechte durchgesetzt habe. Deshalb darf es auch für junge Frauen keinen Druck geben, dass diese das Kopftuch aufsetzen, damit alle Kinder in Österreich die gleichen Chancen haben“, so Wolfgang Moitzi.

Kritik übt die SPÖ Steiermark an den Kürzungen der blau-schwarzen Landesregierung bei der Nachmittagsbetreuung von Kindern. Obwohl der Bund zusätzliche Mittel bereitstellt, müssen zahlreiche Gemeinden erhebliche Mehrkosten aus ihren ohnehin angespannten Budgets tragen.

„Blau-Schwarz redet gern davon, Familien stärken zu wollen, aber wie viel die steirischen Kinder und Familien tatsächlich wert sind, beweist Landesrat Hermann mit der Streichung der Mittel für die Nachmittagsbetreuung. Wir wollen, dass das Land seiner Verantwortung nachkommt: für kleinere Gruppen, mehr Personal, bessere Qualität und eine verlässliche Nachmittags- und Ferienbetreuung“, so Florian Seifter.

Mit dem Chancenbonus für Schulen mit besonders herausfordernden Rahmenbedingungen profitieren österreichweit ab diesem Schuljahr 400 Standorte.