Aktuelle Umwelt­pro­jekte der Stadt Leo­ben

Bzgl. Umwelt- Natur- und Klima­schutz sind folgende Konzepte bzw. Vorhaben der Stadt­ge­meinde Leoben besonders hervor­zu­heben:

Radver­kehrs­konzept:
Zusammen mit dem Land Stmk und einem Verkehrs­pla­nungsbüro wurde ein umfang­reiches Radver­kehrs­konzept mit Maßnahmen im Planungs­gebiet Leoben, Niklasdorf und Proleb betreffend dem Streckennetz, Knoten­punkte, Infra­struktur (Abstell­an­lagen, Radzähl­an­lagen etc.) sowie zur Motivation der Bevöl­kerung entwi­ckelt. Diese sollen in den kommenden 10 Jahren mit Förderung des Land Steiermark (bis zu 850.000 € in den kommenden beiden Jahren) zur Umsetzung gebracht werden. Die Maßnahmen in den Gemeinden Leoben, Niklasdorf, Proleb haben laut Radver­kehrs­konzept ein geschätztes Volumen von 17,4 Mio. €, wobei auf die 3 Gemeinden abzgl. Landes­för­derung ein Kosten­anteil von 5,9 Mio. entfällt.
Drei der im Radver­kehrs­konzept enthal­tenen Maßnahmen wurden bereits in den vergan­genen Jahren 2018 und 2019 umgesetzt. Dazu zählen die Geh- und Radweg­rampe in der Zelten­schlag­straße, der Geh- und Radweg Hinterberg sowie die Proleber Brücke samt Geh- und Radweg­an­bindung.
COVID-19 bedingt wurden im Jahr 2020 mit der Umsetzung pausiert, für das Jahr 2021 sind die Umsetzung der Projekte Murradweg Proleber Brücke — Prein­gründe sowie der Radweg von der S‑Bahnstation ostwärts Richtung Etschmayer­kreuzung fix geplant. Hinzu kommen noch Verbes­se­rungen betreffend Fahrrad­über­gänge und Markie­rungen.

S‑Bahn-Station Leoben-Lerchenfeld:
Mit dem Bau der S‑Bahnhaltestelle Leoben Lerchenfeld wird ab Februar 2021 nach fast 3‑jähriger Planungs­phase begonnen. Im Zuge dessen wird auch die Obritz­feld­weg­über­führung (Brücke) general­sa­niert und geht danach in das Eigentum der STGL über. Die Bauar­beiten sollen mit Dezember 2021 abgeschlossen sein, die Halte­stelle ihren Betrieb mit Fahrplan­um­stellung 2021/2022 ihren Betrieb aufnehmen. Das Gesamt­vo­lumen beträgt ca. 6 Mio. €. Der multi­modale Konten wird über eine Doppelbus-Halte­stelle sowie Fahrrad- und Mopedab­stell­an­lagen verfügen.

Ökowiese Mareckkai:
Im Herbst 2020 Pflanzung von 20 Stk. Bäumen, alte Obstsorten (Apfel, Zwetschke, Kirsche), zur Entwicklung einer Streu­obst­wiese zum späteren Selbst­pflücken 2‑malig Mahd mit Mähgut­ent­fernung ab 2021 zur Abmagerung des Standorts Erhalt des alten Baumbe­standes, soweit möglich, als Habitat­bäume für Insekten und Vögel Infotafeln werden derzeit mit H. Landner zusammen ausge­wählt.

Blühwiesen und Ökoflächen:
Auf Basis der Ergeb­nisse der Studie “Situa­ti­ons­auf­nahme und Entwick­lungs­mög­lich­keiten hinsichtlich ökolo­gisch wertvoller Wiesen­flächen im Stadt­gebiet” durch das Büro Kofler Umwelt­ma­nagement werden ab 2021 die Flächen ‘An der Überfuhr’ und Busum­kehre Hinterberg einer 2‑maligen Mahd mit Mähgut­ent­fernung zur Abmagerung des Standorts unter­zogen.

Radweg Hinterberg
Die Flächen des ehem. Gleis­körpers werden, soweit perso­nal­tech­nisch und finan­ziell möglich, einer selek­tiven Aufwuchs­pflege unter­zogen.
Die Böschungen werden, soweit perso­nal­tech­nisch und finan­ziell möglich, einer 2‑maligen Mahd mit Mähgut­ent­fernung zur Abmagerung des Standorts unter­zogen.

Die Instal­lierung von ökolo­gi­schen Ausgleichs­maß­nahmen, wie Trocken­mauern, Totholz­haufen, Sandgruben, wird 2021 auf Machbarkeit, Umsetzung und Finan­zierung geprüft.

Im Bereich aller Ökoflächen soll, soweit perso­nal­tech­nisch und finan­ziell möglich, eine Neophy­ten­be­kämpfung statt­finden.

Der Vorsit­zende:

Kurt Wallner e.h.