Land startet neues Förder­ungs­pro­gramm für den Aus­bau der E‑Mobilität

Klima­schutz­lan­des­rätin Ursula Lackner stellt ein neues Förder­paket für die Ladein­fra­struktur für Elektro­fahr­zeuge vor!

21.01.2021

Steire­rinnen und Steirer erhalten Zuschüsse für Kauf und Instal­lation von Wallboxen, Gemeinden für die Errichtung von Schnell­adern, in Siedlungs­bauten werden Systeme für das Ladema­nagement gefördert.

Nach der „Raus aus Öl“-Förderung, die den Umstieg auf klima­freund­liche Heizsysteme unter­stützt, und dem Baugesetz, das die Nutzung von Solar­energie bei Neubauten forciert, präsen­tieren Klima­schutz­lan­des­rätin Ursula Lackner und Wohnbau­lan­desrat Johann Seitinger nun den nächsten Schritt im Kampf gegen den Klima­wandel. In ihrer heutigen Sitzung beschloss die Landes­re­gierung ein neues Förder­pro­gramm zum Ausbau der Ladein­fra­struktur für E‑Fahrzeuge in bereits bestehenden Gebäuden.

Wir sehen heute schon, dass mehr und mehr Autoher­steller auf Elektro­mo­bi­lität umstellen – und die Verkaufs­zahlen von Elektro­autos im vergan­genen Jahr zeigen: Die Steire­rinnen und Steirer nehmen die Möglichkeit zum Umstieg zunehmend an. Daher ist es notwendig, dass wir den Ausbau der Ladein­fra­struktur unter­stützen“, betont Lackner.

Daher hat Landes­rätin Lackner neue Förde­rungen vorge­schlagen, die heute in der Regierung beschlossen worden sind: Das Förder­pro­gramm umfasst die Anschaffung und die Instal­lation von Wallboxen für Private, Lastma­nage­ment­systeme im Geschossbau und Schnell­la­de­sta­tionen in den Gemeinden.

Wallboxen für Private:
Gefördert werden Anschaf­fungs- und Instal­la­ti­ons­kosten von neuen dreipha­sigen, intel­li­genten E‑Ladestationen in Form einer Wallbox (bis zu 300 Euro) oder eines Ladekabels (bis zu 100 Euro) für Private. Voraus­setzung: Die Ladestation muss ausschließlich über Ökostrom gespeist werden.

Schnell­la­de­sta­tionen in Gemeinden:
Gemeinden, die eine Schnella­de­station für Elektro­autos instal­lieren, bekommen die Hälfte der Anschaf­fungs- und Errich­tungs­kosten (maximal 100.000 Euro) ersetzt. Die Basis­för­derung beträgt dabei 80.000 Euro, Zuschläge im Ausmaß von je 10.000 Euro winken e5-Gemeinden sowie jenen, die über ein Sachbe­reichs­konzept Energie verfügen. Auch hier gilt: Der gelie­ferte Strom muss ausschließlich aus erneu­er­baren Energie­quellen stammen.

Intel­li­gente Ladema­nage­ment­systeme in Siedlungen:
Weil in bestehenden Mehrfa­mi­li­en­häusern und Siedlungen die Hausan­schluss­lei­tungen häufig nicht für das Laden einer größeren Anzahl von Elektro­autos ausgelegt sind, werden dort intel­li­gente Lastma­nage­ment­systeme benötigt. Diese sorgen dafür, dass alle Fahrzeuge geladen werden können, indem Lastspitzen und Lastre­serven automa­tisch berück­sichtigt werden. Das Land steuert als Basis­för­derung bei Anlagen mit weniger als 100 Ladepunkten bis zu 5.000 Euro zu den Kosten Planung, Instal­lation sowie etwaigen notwendige baulichen Maßnahmen bei. Für größere Anlagen gibt es Zuschläge von 2.500 Euro je 50 weitere Ladepunkte.
Insgesamt sind für das Förder­paket im ersten Schritt 1,5 Millionen Euro vorge­sehen. „Der Verkehr verur­sacht nach der Industrie den größten CO2-Ausstoß. Daher sind klima­scho­nende innovative Mobili­täts­lö­sungen ein großer Hebel, um unsere Klima­ziele zu erreichen“, so Lackner.

Hinter­grund­in­for­ma­tionen:
E5-Gemeinden: Das „e5-Programm“ hilft, vom Land Steiermark unter­stützt, Gemeinden ihre Energie- und Klima­schutz­po­litik zu moder­ni­sieren, Energie und Kosten zu sparen und verstärkt erneu­erbare Energie­träger einzu­setzen. In Öster­reich zählt das Netzwerk mit 240, in der Steiermark mit 17 bereits viele Mitglieder. Neben einer jährlichen internen Überprüfung unter­ziehen sich die Kommunen alle vier Jahre einer Bewertung durch eine unabhängige Kommission. Ähnlich dem „Hauben-Prinzip“ bei Restau­rants werden die Gemeinden je nach Umset­zungsgrad der ihr möglichen Maßnahmen mit bis zu fünf „e“ ausge­zeichnet.
Weitere Infor­ma­tionen finden Sie unter https://www.e5-steiermark.at/.

Sachbe­reichs­konzept Energie:
Das SKE basiert auf einer räumlich und sachlich hoch aufge­lösten energe­ti­schen Charak­te­ri­sierung der betrach­teten Gemeinde (Eröff­nungs­bilanz, Poten­zi­al­analyse) unter beson­derer Berück­sich­tigung von Wärme­ver­sor­gungs- und Mobili­täts­as­pekten. Damit dient das SKE als Grundlage für die Erarbeitung von Strategien zur Lenkung der künftigen räumlichen Entwicklung in energie­ef­fi­ziente Raum- und Siedlungs­struk­turen, die sogenannten energie­raum­pla­ne­ri­schen Stand­ort­räume.
Weitere Infor­ma­tionen erhalten Sie hier: https://www.verwaltung.steiermark.at/