Bildungszentrum Pestalozzi

Drei Schul­typen unter einem Dach. Inves­ti­tionen von 14 Mio. Euro.

(Leoben, 12.9.2016)

Nach dem Sanie­rungs­beginn im März 2015 wurde nun in einem feier­lichen Festakt das neue Bildungs­zentrum Pesta­lozzi in Leoben-Donawitz pünktlich zu Schul­beginn offiziell eröffnet.
Der neue Schul­komplex vereint die drei Schul­typen Volks­schule, Neue Mittel­schule und Polytech­nische Schule unter einem Dach. Architekt Michael Zinner von der Kunst­uni­ver­sität Linz hat in Koope­ration mit dem Archi­tek­turbüro nonconform aus Graz das Großprojekt feder­führend begleitet. „Das ist ein Pilot­projekt weit über die Steiermark hinaus“, so Michael Zinner.

„Das Schul­zentrum Pesta­lozzi ist ein Schmuck­stück geworden, in dem sich alle wohl fühlen werden. Für eine baulich und pädago­gisch optimal positio­nierte Ausbil­dungs­stätte für unsere Jugend sind die 14 Millionen Euro, die die General­sa­nierung gekostet hat, bestens inves­tiert. Das Bildungs­zentrum Pesta­lozzi wird ein offener Ort sein für alle Alters­gruppen, Talen­te­typen, Kultur­hin­ter­gründe und Bevöl­ke­rungs­gruppen “, so Leobens Bürger­meister Kurt Wallner.

„Die ganze Steiermark schaut auf diesen ersten Schultag hier in Leoben. 280 Schüle­rinnen und Schüler betreten heute das neue Schul­zentrum. So etwas erlebt man nicht alle Tage. Die Kinder werden sich noch ganz lange daran erinnern“, sagte Bildungs­lan­des­rätin Ursula Lackner anlässlich der Eröffnung.

Neue Zubauten finden sich in den beiden straßen­ab­ge­wandten Höfen. Im Süden ein ebenerdiger, fast den ganzen Hof füllender Anbau mit Atrium, im Nordhof wird eine Gebäu­de­nische über drei Geschosse geschlossen.

Weitere Neuerungen sind die zwei Haupt­zu­gänge als Beton­bau­werke, die sich jeweils als Rampe und Stiege in das Keller­ge­schoss graben. Sie liegen als bauliche Inseln vor dem eigent­lichen Bauwerk, einmal im Osten vor der Haupt­fassade (Eingang der Neuen Mittel­schule und der Polytech­ni­schen Schule) und einmal im Westen zwischen Bildungs­zentrum und der angren­zenden HLW (Volks­schul­eingang).


Im Nordhof wird der Zugang für die Kinder und Jugend­lichen mit beson­deren Bedürf­nissen in eine zum Nordflügel barrie­refrei vorge­la­gerte Terrasse integriert. Im gleichen Hof kann das Gebäude in der südöst­lichen Ecke zentral und barrie­refrei betreten werden mit unmit­tel­barem Zugang zur Aufzug­anlage, die sämtliche Ebenen des Bestands erschließt. Im Nordwesten wird dem bestehenden Bauwerk ein offener Treppenturm als vierte Flucht­stiege in Stahl­bau­weise dazuge­stellt.

Die Gesamt­nutz­fläche des neuen Bildungs­zen­trums beläuft sich auf rund 7.900 m². Auf einer Dachfläche von zirka 2.400 m² wurden rund 36.000 Dachziegel mit einem Gesamt­ge­wicht von 100.000 kg verlegt. Im gesamten Komplex wurden 124 km Kabel verlegt, 1.600 Stück Leuchten angebracht und 2.400 Schalter und Steck­dosen montiert. 2.200 m² Fläche wurde mit Fußbo­den­heizung versehen und im ganzen Gebäude wurden 250 Heizkörper montiert. 6.200 m² Fassade wurden neu gestrichen und im Innenraum 20.200 m² Wand und Decken­fläche farblich neu gestaltet.