Für eine gute Zukunft der Pflege

Projekte des Landes Steiermark zum “Inter­na­tio­nalen Tag der Pflege”

11.05.2021

Sozial­lan­des­rätin Doris Kampus

Angebote für Pflegende

Für Pflegende zu Hause wurde von der Fachab­teilung Gesundheit und Pflege­ma­nagement, Referat Pflege­ma­nagement, eine eigene Broschüre erstellt. Auf knapp 50 Seiten bietet diese einen umfang­reichen Überblick über Hilfs­an­gebote und Unter­stüt­zungs­maß­nahmen für pflege­be­dürftige ältere Menschen und deren pflegende Angehörige:
Die Broschüre ist auch über die Pflege­dreh­scheiben des Landes Steiermark beziehbar und steht auch zum Download zur Verfügung.
„Pflege[n] zu Hause”

Darüber hinaus gibt es seit Juni 2020 in allen steiri­schen Bezirken vom Land Steiermark einge­richtete Pflege­dreh­scheiben. Sie sind seitdem fester Bestandteil der Pflege­ver­sorgung.
Mehr Infos: https://www.gesundheit.steiermark.at

Seit März 2020 bietet die einge­richtete Pflege-Hotline des Landes Steiermark pflege­be­dürf­tigen Menschen und deren Angehö­rigen umfas­sende und kompe­tente Unter­stützung. Die Beratung erfolgt kostenlos und in enger Abstimmung mit den Pflege­dreh­scheiben in den steiri­schen Bezirken sowie der Stadt Graz.

Die Pflege-Hotline ist von Montag bis Freitag unter der Telefon­nummer 0800 500 176 in der Zeit von 8 bis 16 Uhr erreichbar.
Alle Infos: www.pflege.steiermark.at

 

Kampagne „Zeit für Pflege”

Für die Berufe „Pflege­as­sistenz” und „Pflege­fach­as­sistenz” bieten die Schulen für Gesund­heits- und Kranken­pflege des Landes Steiermark kosten­freie Ausbil­dungen an 13 Stand­orten in der Steiermark an. Schüle­rinnen und Schülern stehen nach der achten Schul­stufe zwei neue Ausbil­dungswege offen:

  1. Die 5‑jährige Schulform mit Matura und Abschluss als Pflege­fach­as­sistenz oder
  2. die Fachschule und Abschluss als Pflege­as­sistenz.

Alle Infor­ma­tionen zu den Berufs­bildern und den Ausbil­dungen sind online unter www.zeit-fuer-pflege.at zu finden.

Geplanter Ausbau der Gesundheits- und Krankenpflege an der FH Joanneum wird vorgezogen

Seit dem Jahr 2016 bietet die Fachhoch­schule Joanneum den kosten­losen Bache­lor­stu­di­engang Gesund­heits- und Kranken­pflege an, der ab dem Jahr 2024 die bisherige schulische Ausbildung „Gehobener Dienst für Gesund­heits- und Kranken­pflege” ersetzen wird. Mit dem Jahr 2019 hat die Fachhoch­schule im Auftrag des Landes Steiermark begonnen, die Zahl der Studi­en­plätze schritt­weise auszu­bauen. So werden seit dem letzten Winter­se­mester 144 Anfän­ger­stu­di­en­plätze angeboten. Das Ausbau­sze­nario sah vor, die Zahl der Anfän­ger­stu­di­en­plätze mit Winter­se­mester 2022/2023 auf 216 zu erhöhen.
Diese Zahl wird aber bereits mit dem kommenden Winter­se­mester erreicht sein. Die Bewerbung für die 216 Anfän­ger­stu­di­en­plätze läuft bereits. Ab kommenden Herbst werden rund 650 Studie­rende den Bache­lor­stu­di­engang ‚Gesund­heits- und Kranken­pflege’ an der FH Joanneum absol­vieren können.

Schon über 1.000 Steirerinnen und Steirer in der Pflegestiftung

„Pflege ist ein anstren­gender, aber auch erfül­lender Beruf. Die Nachfrage nach quali­fi­zierten Mitar­bei­te­rinnen und Mitar­beitern ist und bleibt groß”, betont Sozial­lan­des­rätin Doris Kampus, die auf die Pflege­stiftung in der Steiermark verweist. Sozial­lan­des­rätin Doris Kampus über das Erfolgs­modell dieser Ausbil­dungs­in­itiative:

Arbeitslose Menschen erhalten dadurch eine quali­fi­zierte Ausbildung. Sie werden wieder ins Berufs­leben integriert — und das sogar mit einer Jobga­rantie. Mittler­weile haben mehr als 1000 Frauen und Männer ihre Ausbildung begonnen bezie­hungs­weise bereits abgeschlossen.

Ausge­bildet werden die Teilneh­me­rinnen und Teilnehmer zur Pflege­as­sistenz (Dauer zwölf Monate) bezie­hungs­weise als Heimhilfe (sechs Monate). Sie können danach sowohl im statio­nären als auch im mobilen Dienst arbeiten. Im Falle der Pflege­stiftung arbeiten das Land Steiermark, das Arbeits­markt­service und die Wirtschafts­kammer eng zusammen. Schon im Vorfeld werden zukünftige Fachkräfte und Dienst­geber zusam­men­ge­bracht.