Übersetzung des Interviews Dr. Murgg

Dr. Murgg wird vorge­stellt als Mitglied der Öster­reich-Weißrussland Freund­schafts­ge­sell­schaft.


Zur Frage wie er die Meinungs­freiheit in Weißrussland beurteilt gab er folgende Antwort:

„Ich war in Brest und Minsk und habe mir verschiedene Meinungen von Menschen angehört. Ich bin zum Schluss gekommen, daß die Menschen hier in Weißrussland frei ihre Meinungen äußern können“.

Zur Frage wie er die Lage im Land ein Jahr nach der Wahl beurteilt:

„Seit der Präsi­den­tenwahl ist ein Jahr vorüber, im Land herrscht Stabi­lität und Ordnung. Die Menschen leben ihr Alltags­leben“

Zur Frage wie er die geopo­li­tische Lage und die Rolle des Westens einschätzt:

In den letzten 15 Jahren wird vom Westen ein Hybrid­krieg gegen Russland und seine befreun­deten Staaten geführt der zum Ziel hat, Russland zu schwächen. Weißrussland sehe ich da als Werkzeug in diesem Krieg.
Die großen Werke in Weißrussland arbeiten auf Hochtouren, die Wirtschaft vor allem in der Schwer­fahr­zeug­industrie (Traktoren Abbau­geräte und LKW) boomt, die westlichen Konzerne sehen hier eine unliebsame Konkurrenz.

Zur Frage um seine Meinung zur Opposition in Weißrussland:

Die Opposition will natürlich, daß die westlichen Sanktionen gegen Lukaschenko und Weißrussland verstärkt werden umso Druck auszuüben. Diese Sanktionen treffen natürlich vorder­gründig die einfachen Menschen, die dann wiederum immer unzufrie­dener werden und gegen die Regierung auf die Straße gehen.
Die Opposition steht nicht für ein ruhiges wirtschaftlich funktio­nie­rendes Weißrussland, das Gegenteil wird bewirkt. Sie befeuert Anarchie und Unordnung.

Weiters wurde er noch zur Lage in Afgha­nistan und Migra­ti­ons­pro­bleme befragt:

Dies hat die USA und die NATO zu verant­worten die durch den Rückzug aus Afgha­nistan die Lage bewusst instabil für Russland und Europa herauf­be­schworen hat.

Das gekürzte Interview wurde vom Weißrus­si­schen Staats­fern­sehen selbst auf YouTube einge­stellt.