Grünes Licht für Lösung bei doppelter Hundeabgabe

Auf Initiative der Stadt Leoben trifft die Gemein­de­auf­sicht des Landes Steiermark eine klare Regelung für alle Gemeinden.

(Leoben, 21.06.2021)

Jede Gemeinde regelt im Rahmen gesetz­licher Vorgaben die Höhe ihrer Hunde­abgabe selbst. In Leoben müssen für den ersten Hund 60 Euro pro Jahr, für jeden weiteren Hund 100 Euro pro Jahr bezahlt werden. Diese Tarife verdoppeln sich, wenn der durch das Stmk. Landes-Sicher­heits­gesetz vorge­schriebene Hunde­kun­de­nachweis erfor­derlich ist und nicht erbracht wurde. Dafür wird in der Bezirks­ver­wal­tungs­be­hörde eine vierstündige Ausbildung angeboten, die dieses Jahr aufgrund der Corona­pan­demie nicht statt­finden konnte.

Bei der jüngsten Vorschreibung der Stadt Leoben für die Hunde­abgabe, die mit Stichtag 15. April 2021 fällig wurde, kam es daher für manche Hunde­be­sitzer, die diesen Kurs (noch) nicht hatten, zur Vorschreibung des doppelten Betrages. Die Stadt Leoben muss sich dabei exakt an die gesetz­lichen Vorgaben halten, denn ein Zuwider­handeln als zuständige Behörde wäre Geset­zes­bruch.

„Die Stadt Leoben hat natürlich Verständnis für ihre Hunde­halter, die unver­schuldet den Kurs bei der Bezirks­haupt­mann­schaft Leoben aus Corona­pan­demie-Gründen nicht absol­vieren konnten. Nach Abstimmung mit der Aufsichts­be­hörde wurde eine Lösung gefunden, um aus der gesetzlich vorge­ge­benen – jedoch als ungerecht empfun­denen – Situation geset­zes­konform heraus­zu­kommen,“ erklärt Bürger­meister Kurt Wallner.

Grünes Licht für geset­zes­kon­forme Lösung
Auf Betreiben der Stadt Leoben, die sich umgehend mit der Bezirks­ver­wal­tungs­be­hörde und der Gemein­de­auf­sicht des Landes Steiermark in Verbindung gesetzt hat, liegt nun eine Lösung vor, die auf die Situation der Hunde­be­sitzer Rücksicht nimmt.

Im Juni wird die Bezirks­haupt­mann­schaft Leoben wieder Hunde­kun­de­nach­weis­kurse anbieten, dann wird auch die Hunde­abgabe ab dem Folge­monat, in dem die Absol­vierung des Kurses nachge­wiesen wird, wieder um die Hälfte reduziert. Wenn der Hunde­halter bereits auf einer Warte­liste für den Hunde­kun­de­nachweis angemeldet war, kann unter bestimmten Voraus­set­zungen die doppelte Hunde­abgabe, die dadurch verur­sacht war, dass die Hunde­halter den Kurs nicht absol­vieren konnten, da dieser nicht angeboten wurde, nachge­sehen werden.

Bezirkshauptmann Markus Kraxner begrüßt die mit der Stadt Leoben getroffene Regelung und versichert:

„Für all jene Hunde­be­sitzer, die sich auf einer Warte­liste regis­trieren haben lassen, werden noch bis Anfang Juli Termine für die Absol­vierung des Hunde­kun­de­kurses angeboten.“

Auch Bürgermeister Kurt Wallner zeigt sich mit der zustande gekommenen Regelung sehr zufrieden:

„Bisher gab es unter­schied­liche Handha­bungen in den Gemeinden, das war eine Grauzone. Jetzt gibt es Klarheit, und in Leoben wird jeder Hunde­be­sitzer, der den Hunde­kun­de­nachweis hat, für den ersten Hund wieder 60 Euro zahlen und für jeden weiteren Hund 100 Euro.“