Innovationsschub für AT&S – Standort Leoben

AT&S plant, über einen Zeitraum von vier Jahren, bis zu 120 Millionen Euro in ein Techno­logie-Upgrade zu inves­tieren. Bis 2023 sollen in Leoben 200 zusätz­liche Jobs geschaffen werden.

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Die Erfolgs­ge­schichte geht weiter – große Inves­ti­tionen geplant oder in Umsetzung.

Leoben, 20.07.2020 –Bei einer gemein­samen Presse­kon­ferenz mit Bundes­mi­nis­terin für Digita­li­sierung und Wirtschafts­standort, Margarete Schramböck, Landes­hauptmann Hermann Schüt­zen­höfer und Wirtschafts­lan­des­rätin Barbara Eibinger-Miedl stellten AT&S‑CEO Andreas Gersten­mayer und COO Heinz Moitzi das Inves­ti­ti­ons­pro­gramm vor: Über einen Zeitraum von vier Jahren sollen bis zu 120 Millionen Euro am Standort Leoben-Hinterberg inves­tiert werden, etwa 20 Millionen davon in R&D und etwa 100 Millionen Euro in Maschinen und Prozesse. Bis zu 25 Prozent der Inves­ti­tionen werden im Rahmen des EU-Programms „IPCEI on Microelec­tronics“ gefördert. In einem ersten Schritt werden bis Februar 2021 etwa 44 Millionen Euro inves­tiert. „IC-Substrate sind seit Jahren das Kernelement unserer Unter­neh­mens­stra­tegie“, sagt AT&S‑CEO Andreas Gersten­mayer. „IC-Substrate sind Verbin­dungs­ele­mente zwischen Leiter­platte und Chip, sie „übersetzen“ die Nano-Struk­turen des Chips auf die Mikro­meter-Struk­turen einer Leiter­platte.“ Die innova­tiven Techno­logien in den in Leoben produ­zierten Cores zusammen mit weiteren Innova­tionen an unserem Standort in Chongqing ermög­lichen einen Leistungs­sprung bei den Prozes­sor­sys­temen. „Unter anderem kann damit der Energie­ver­brauch im Package gesenkt werden bzw. die Geschwin­digkeit der Daten­über­tragung massiv gesteigert werden“, sagt AT&S‑COO Heinz Moitzi. Innova­tionen wie diese machen viele technische Revolu­tionen und Digita­li­sierung erst möglich. Sie sind auch die Basis dafür, dass in Prozes­soren hohes Tempo (Stichwort 5G) erreicht wird.
Mit der Inves­tition kann die Produk­ti­ons­ka­pa­zität der so genannten IC-Cores um 50 Prozent gesteigert werden. Derzeit werden in Leoben Hinterberg pro Jahr 225.000 Panels produ­ziert, das entspricht einer Fläche von 56.000 m² oder fast acht Fußball­feldern. Nach dem Techno­logie-Upgrade können knapp 340.000 Panels produ­ziert werden. „Es gäbe weder unsere Werke in China noch gäbe es die Standorte in Öster­reich, wenn unsere Experten nicht über Grenzen hinweg perfekt zusam­men­ar­beiten und das Know-How bündeln würden“, sagt CEO Andreas Gersten­mayer. „Wir nutzen die Synergien. Viele europäische Unter­nehmen in unserer Industrie haben ihre Bedeutung verloren, wir dagegen sind in der High-End-Leiter­platten-Industrie nicht nur einer der Weltmarkt­führer, sondern wir wachsen weiter.“
Das Techno­logie-Upgrade erfolgt auch im Rahmen des von der EU initi­ierten IPCEI on Microelec­tronics-Projekts, das am 8. Juli im öster­rei­chi­schen Minis­terrat beschlossen wurde. AT&S ist eines von drei Unter­nehmen in Öster­reich, das ab Herbst mit zusätz­lichen Förde­rungen im Rahmen des IPCEI-Mikro­elek­tronik-Projekts rechnen kann. IPCEI (Important Projects of Common European Interest) stärkt und ermög­licht die Unter­stützung von Inves­ti­tionen in strate­gisch bedeu­tende Schlüs­sel­tech­no­logien in der EU im weltweiten Wettbewerb. Insgesamt werden in Europa 29 Unter­nehmen mit insgesamt 150 Millionen Euro gefördert.
„Der Inves­ti­ti­ons­schub von AT&S ist ein wichtiges Signal, dass sich Innovation trotz Krise nicht aufhalten lässt“, sagt Bundes­mi­nis­terin Margarete Schramböck. „Die COVID-19-Pandemie führt uns derzeit vor Augen, wie wichtig Digita­li­sierung in allen Lebens­be­reichen ist, von Industrie über Wirtschaft bis hin zur Bildung. Dass es ein heimi­sches Unter­nehmen gibt, das mit renom­mierten inter­na­tio­nalen Partner­firmen daran mitar­beitet, die Digita­li­sierung voran­zu­treiben, zeigt, wie viel Know-How es in Öster­reich gibt.“
„Mit einer Forschungs- und Entwick­lungs­quote von 4,91% steht die Steiermark an der Spitze Europas. In Innovation und techno­lo­gi­schem Fortschritt liegt die Zukunft unserer Wirtschaft. Ich bin stolz, dass wir solche inter­na­tional tätigen Unter­nehmen wie AT&S haben, die auch in Zeiten wie diesen inves­tieren“, sagt der steirische Landes­hauptmann Hermann Schüt­zen­höfer. „Denn was wir jetzt vor allem brauchen, ist Zuver­sicht – damit unsere Wirtschaft möglichst schnell wieder in Gang kommt und möglichst viele Arbeits­plätze gesichert sind.“
„AT&S ist ein bedeu­tender steiri­scher Leitbe­trieb, der mit seinen Produkten und Forschungs­ak­ti­vi­täten wesentlich dazu beiträgt, dass die Steiermark das Innova­tions- und Forschungsland Nummer eins in Öster­reich und in der Spitzen­gruppe in Europa ist. Auch die positive Entwicklung des Stärke­feldes der Mikro­elek­tronik im Süden Öster­reichs ist untrennbar mit dem Unter­nehmen AT&S verbunden. Die aktuelle Inves­tition ist ein Zukunfts­projekt, das gerade in der jetzigen Situation für Aufbruch­stimmung sorgt. Ich danke Andreas Gersten­mayer und dem gesamten AT&S‑Team für dieses starke Bekenntnis zum Wirtschafts­standort Steiermark“, so Wirtschafts­lan­des­rätin Barbara Eibinger-Miedl.

Quelle:
Homepage AT&S

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22.07.2020